Cyberversicherung: Ein Muss für jeden Psychologen – vor allem in Krisensituationen

27. März 2020   |  

Cyberkriminelle nutzen die Corona-Pandemie und die Verunsicherung der Menschen.

Experten gehen davon aus, dass Cyberkriminelle auch in der aktuellen Situation der Corona-Pandemie keinen Halt machen und im Gegenteil sogar vermehrt Schwächen der IT Security als Einfallstor in ein Unternehmensnetzwerk nutzen.
Lesen hierzu auch den Beitrag im Handelsblatt vom 14.03.2020.

Diese Befürchtungen sind jedoch nicht nur reine Theorie, sondern haben sich partiell bereits realisiert. So wurde z.B. der Essenslieferant Lieferando Ziel eines Anschlages. Auch eine Psychotherapeutenkammer wurde - bereits vor der Corona-Krise – Ziel eines Angriffs.

Je mehr sich das Coronavirus im Zuge der Epidemie verbreitet, desto größer ist das Bedürfnis der Menschen nach Informationen. In diesem Zusammenhang nimmt auch die Nutzung von online basierten Anwendungen, wie z.B. der Videosprechstunde durch Psychotherapeuten deutlich zu. Das wiederum nutzen Cyberkriminelle zielgerichtet aus, indem manipulierte E-Mails oder Webseiten zum Coronavirus in Umlauf gebracht werden, hinter denen sich schädliche Programme verbergen, die bspw. wichtige Dateien auf dem Computer verschlüsseln, um Lösegeld zu fordern.

Aus diesem Grund sollten auch Psychologische Praxen und Unternehmen ihre IT-Sicherheit nicht aus den Augen verlieren und ihre Mitarbeiter im Hinblick auf das Arbeiten von zu Hause entsprechend sensibilisieren, damit Hacker die Unsicherheit der Bevölkerung sowie die weniger gut geschützten Heimnetzwerke nicht für Angriffsversuche missbrauchen können.

Ferner dürfen Unternehmen gerade in der aktuellen Situation den Datenschutz nicht außer Acht lassen, da die Bestimmungen zum Schutz von persönlichen Daten weiterhin ihre Gültigkeit haben.

Was können Sie tun, um das Angriffspotential gering zu halten?

  • Mehrfach-Verifizierung
    (Zahlungs-)Aufträge, die per E-Mail angewiesen werden, via Telefon bestätigen
  • Manuelle Eingabe von Mailadressen
    Bei sensiblen Mailkonversationen ist es sinnvoll, die Mailadresse manuell einzugeben, anstatt lediglich auf Antworten zu klicken.
  • Festlegung von Tabus
    z. B. die Herausgabe von Passwörtern, Anklicken von Dokumenten, die explizit zum Thema Coronavirus informieren sollen, etc.
  • Regelmäßige Backups
    Regelmäßige Datensicherungen sind derzeit von hoher Bedeutung
  • Notfallplan
    Notfallplan erarbeiten und alle Mitarbeiter darüber informieren. Unser Partner COGITANDA Dataprotect AG hat uns einen solchen zur Verfügung gestellt, der die Basis für Ihren Notfallplan bilden könnte.
  • Cyber-Versicherung
    Eine sinnvolle Ergänzung zu den vorgenannten Maßnahmen zur Absicherung der Praxis oder des Unternehmens stellt die Cyberversicherung dar. Dabei geht es bei einer solchen Versicherung nicht nur um den finanziellen Ausgleich von Schäden. Eine hohe Bedeutung haben hierbei die durch die Versicherer in Zusammenarbeit mit Spezialunternehmen zur Verfügung gestellten konkreten Unterstützungsmaßnahmen im Schadensfall.
    Lassen Sie sich jetzt beraten und über unsere Spezialkonzepte informieren. Nutzen Sie dazu einfach unser Kontaktformular.

Bitte berücksichtigen Sie, dass unsere Handlungsempfehlungen nicht vor einem Cyber-Angriff schützen, sondern lediglich das Potential dafür verringern!