Altersvorsorge

Rente mit 67 – das war der vorerst letzte Schritt in Sachen Rentenkürzung für künftige Ruheständler. Immer wieder gab es in den letzten Jahren Veränderungen im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung, die letztlich zu einem Absenken des Rentenniveaus führten. Die Versorgung für Hinterbliebene verschlechterte sich ebenfalls.
Die Sorglosigkeit, als Arbeitnehmer alleine auf die gesetzliche Rentenversicherung bauen zu können ist lange vorbei. Ergänzende Vorsorge ist unverzichtbar.

Um die entstandenen Lücken im Versorgungsniveau auszugleichen wurden verschiedene Formen der Vorsorgeförderung geschaffen. Die gesetzlichen Grundlagen hierfür wurden insbesondere mit dem Altersvermögensgesetz (AvmG/01.01.2002) und dem Alterseinkünftegesetz (AltEinkG/01.01.2005) geschaffen.

3-Schichtensystem der Altersvorsorge in Deutschland

Die klassische Altersvorsorge gliedert sich in 3 Schichten. Schicht 1 und 2 genießen dabei steuerliche Förderungen.

Schicht 1Basisvorsorge
  • Gesetzliche Rentenversicherung
  • Berufsständische Versorgungswerke
  • Basis-Rentenversicherung (Rürup-Rente)

→ Beiträge:
steuerfreier Anteil wächst bis 2025
→ Renten:
steuerpflichtiger Anteil wächst bis 2040 auf 100 % der Rente
Schicht 2Kapitalgedeckte Zusatzvorsorge
  • Alle Versorgungswege der betrieblichen Altersvorsorge
    • Direktversicherung
    • Unterstützungskasse
    • Pensionskasse
    • Pensionsfonds
    • Direktzusage
  • Riester-Rente

→ Beiträge:
steuerbefreit oder Zulagenförderung
→ Renten:
voll steuerpflichtig
Schicht 3Sonstige Vorsorge/Kapitalanlageprodukte
  • Private Rentenversicherung
  • Kapitalbildende Lebensversicherung
  • Investmentsparpläne
  • Aktien
  • etc.

→ Beiträge:
aus versteuertem Einkommen
→ Renten:
steuerbegünstigt

Wichtiger Hinweis:
Für die Steuerbefreiung von Beiträgen existieren Höchstbeträge über die wir Sie im Rahmen der Beratung detailliert informieren.

Doch nicht nur für in der gesetzlichen Rentenversicherung Versicherte ist das Vorsorgethema von Relevanz. In besonderem Maße müssen freiberuflich und selbstständig tätige Psychologen eigenverantwortlich Altersvorsorge betreiben, da am Ende der beruflichen aktiven Lebensphase unter Umständen keine soziale Absicherung greift.

Von der Förderung der Altersvorsorge können mit Einführung der Basis-Rente erstmals auch Freiberufler und Selbstständige profitieren. Sie können ihre Beiträge bis zum jährlichen Höchstbetrag von 20.000,00 Euro bei unverheirateten und bis zu 40.000,00 Euro bei verheirateten steuerlich geltend machen.

Individuelles Altersvorsorgekonzept – verschiedene Bausteine sichern solide Vorsorge

Geförderte Vorsorge soll vorrangig der lebenslangen Vorsorge dienen. Damit sind die Vererbbarkeit oder die freie Verfügbarkeit z.B. durch Kapitalisierung des Vorsorgekapitals nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Die mit dem Alterseinkünftegesetz ab dem 01.01.05 gültige nachgelagerte Besteuerung und die eingeschränkte Flexibilität bei staatlich geförderten Produkten sind weitere Aspekte, warum individuelle Beratung und Absicherung auch in Zukunft immer wichtiger werden.

Unter Berücksichtigung dieser Tatsachen ist die langfristige Schaffung eines individuellen Altersvorsorgekonzeptes, welches aus verschiedenen Produkten der unterschiedlichen Schichten besteht, von großer Bedeutung.

Die Wirtschaftsdienst GmbH des BDP hilft, langfristig die richtigen Entscheidungen zu treffen und unterstützt bei der laufenden Überprüfung und Anpassung von bestehenden Vorsorgemaßnahmen, so dass die individuellen Bedürfnisse und Vorstellungen in das Konzept einfließen können.

Da sich auch immer wieder die gesetzlichen Regelungen ändern und die Fülle der Produkte am Markt nicht einfach zu durchdringen ist, ist der Rat von Experten besonders wichtig.

Weitere interessante Informationen finden Sie finden sie in den Broschüren des Informationszentrums der deutschen Versicherer.

Hier können Sie diese downloaden oder bestellen

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